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Alle Arbeitskreise gestalten ihre Arbeit autonom und erhalten dazu demnächst selbst zu gestaltende Internetmöglichkeiten im Rahmen der Homepage der GPTG e.V.. Die AKs treffen sich in eigener Absprache mehrmals jährlich.
Zwischen diesen Sitzungen arbeiten sie zu verabredeten Themen und stellen die Ergebnisse ihrer Arbeit auf den Tagungen der GPTG e.V. vor.




AK "Gewalt im ärztlichen Notdienst"

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Gewalt im ärztlichen Notdienst ist ein Thema, das bisher stiefmütterlich behandelt worden ist.
In einer Epoche, in der seelische Traumatisierungen enttabuisiert werden, ist die Zeit überreif,  auch dieses Thema anzugehen.

Ärztinnen und Ärzte sowie alle anderen Berufsgruppen, die sich von diesem Thema angesprochen fühlen und sich professionell, ggfs. auch wissenschaftlich damit auseinandersetzen möchten, sind in unserem neu zu gründenen Arbeitskreis herzlich willkommen. Gerne können Sie uns auch interessante Literatur zukommen lassen.

Alle, die ihre professionelle Hilfe für Betroffene anbieten möchten und ihre Erfahrungen einbringen wollen, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Wenn Sie zu den Kolleginnen und Kollegen zählen, die im ärztlichen Notdienst in eine bedrohliche Situation gekommen sind, über die Sie bisher geschwiegen haben und Sie jetzt das Bedürfnis verspüren, darüber reden zu wollen, sind aufgerufen, sich mit unserem Arbeitskreis zwecks Gründung einer Selbsthilfegruppe in Verbindung zu setzen.

Vielleicht haben Sie noch nie bewußt über dieses Thema nachgedacht, aber in bestimmten Situationen ein mulmiges Gefühl im Bauch gespürt, welches Sie ganz schnell wieder verdrängt haben.
Welche Gefühle kommen in Ihnen hoch, wenn Sie zu einem Patienten gerufen werden, den Sie gar nicht kennen und Sie nicht wissen, was Sie erwartet? Werden Sie ihm vertrauen, daß er wirklich Ihre ärztliche Hilfe braucht oder kommen in Ihnen Gedanken auf, daß er Sie für seine Zwecke mißbrauchen und hierzu schlimmstenfalls auch Gewalt anwenden könnte? Haben Sie es schon erlebt, daß Sie zu einem angeblichen Patienten gerufen werden, der Ihnen seine Pistole auf die Brust oder auf den Kopf setzt, um an eine AU zu gelangen und Sie Todesängste haben?
Ist es Ihnen schon widerfahren, daß ein Patient sie massiv verbal oder körperlich unter Druck gesetzt hat, um ein bestimmtes Medikament von Ihnen zu erzwingen? Haben Sie im ärztlichen Notdienst einen sexuellen Übergriff erlebt?

Wenn Sie solche oder ähnliche Situationen erlebt haben, wäre es sehr schön, wenn Sie sich dazu offen bekennen würden, da Sie damit vielen Kolleginnen und Kollegen dabei helfen könnten, über ihre mitunter verdrängten Erlebnisse nachzudenken.
Diese wie alle anderen traumatischen Erlebnisse werden energetisch in uns gespeichert und führen zu Energieblockaden, die auf Dauer auch körperlich krank machen. Eine tiefgründige Auseinandersetzung mit diesem Thema lohnt sich. Dabei können erstaunliche Dinge wie z. B. ein Geburtstrauma oder ein sexueller Mißbrauch als tieferliegende Schicht für Ihre Angst oder Ihr Mißtrauen ans Tageslicht kommen.

 


AK "Trauma und Jugendhilfe"

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Herr Strauß sucht ab sofort interessierte Teilnehmer/-innen für diesen Arbeitskreis. Der aktive Beginn für diesen AK soll im Juli 2010 sein. Interessierte wenden sich bitte direkt an Herrn Strauß oder an Michael Borbonus. Vielen Dank!

 

Der Arbeitskreis möchte Forum sein für die unterschiedlichen in und um Jugendhilfethemen engagierte Menschen aus den unterschiedlichen Professionen: PädagogInnen aus allen Berufsbildern, ÄrtzInnen, PsycholgInnen, TherapeutInnen....... Ein Forum zum Austausch, zur Diskussion praxisrelevanter Themen und politisches Forum, um innerhalb der GPTG und in der Öffentlichkeit den Anliegen unserer Professionen und der Kinder- und Jugendlichen eine Stimme zu geben.
„Trauma und Jugendhilfe“ haben mindestens drei Bereiche, in denen wir Professionelle uns engagieren können, achtsam sein müssen, unsere Professionalität immer wieder auf den Prüfstein legen müssen:

1.Die Klientel:

Knapp 2/3 der Kinder und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe müssen nach Studienergebnissen von Schmid (2007) und anderen als psychisch hoch belastet gelten. Aber auch im ambulanten Bereich kann gelten: Viele Prozesse, die wir heute noch als „Oppositionelles Verhalten“, „Reaktive Bindungsstörungen“, „Aufmerksamkeitsdefizite“ und dergleichen mehr zu beschreiben gehalten sind, lassen sich vielfach als adaptive Reaktionen auf Traumata beschreiben. Häufig werden jedoch die nosologischen Kriterien der einschlägigen Diagnostikmanuale nicht erfüllt. In der Folge laufen die Hilfen an den Klienten und ihren Familien vorbei.

 

2.Die Dienste und Einrichtungen:

Legt man die Überlegungen von Keilson oder Becker zu „sequentiellen Traumatisierungen“ zugrunde, so muss man formulieren, dass häufig die erlebte Gefahr nicht allein oder nicht überwiegend für das Ausmaß der lebensgeschichtlich resultierenden Einschränkungen der Betroffenen verantwortlich ist: Ganz entscheidend ist auch, wie sich die Prozesse nach Abwenden der unmittelbaren Gefahr gestalten – sprich: Wie geht das helfende System / Helfersystem mit den Opfern um, entstehen hier – wohlmeinend oder durch Überheblichkeit und Übergriffe erst die entscheidenden Einschnitte?
Inobhutnahmen, gegen den Willen der Betroffenen installierte Hilfen, Medikalisierung und Psychiatrisierung sind Stichworte für Formen struktureller Gewalt, die die Opfer häufig nicht minder schädigen, wenngleich die Intentionen der Helfer natürlich heilsame sind.
Einrichtungen und Helfer selbst, die infolge struktureller Mängel oder auch ungenügender Selbstfürsorge, um ein Beispiel zu nennen, am Rande des „Ausbrennens“ arbeiten, verletzen ihren Auftrag gegenüber der Klientel, aber auch gegenüber der Gesellschaft, die erwarten kann, dass wir Antworten für die brennenden Nöte der Betroffenen entwickeln.

3.Gesellschaftliche Prozesse:

Armut, prekäre Lebensverhältnisse, Flucht – einige Hochrisikofaktoren für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Risikofaktoren, die zu gewaltsamen Verhältnissen in den Familien beitragen und Lebenschancen abschneiden. Gesellschaftliche Formen des gewaltsamen Umgangs mit Menschen also.
Die Finanznot der Kommunen führt zu Kürzungen in vielen sozialen Bereichen – Hilfen werden gekürzt oder ganz gestrichen, selbst da wo Betroffene klagen verweisen die Kommunen auf leere Kassen. Eine Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die als Umverteilung von „Oben nach Unten“ beschrieben werden kann: Realitäten, Risikofaktoren erster Ordnung, wie auch alle diesbezüglichen Studien ausweisen. An dieser Stelle dürfen sich helfende Systeme, Personen und Institutionen nicht mehr allein auf ihre caritative Funktion beschränken, sondern sollten, müssen diese Formen gesellschaftlich vermittelter struktureller Gewalt benennen, auch um als Helfende glaubwürdig zu bleiben.

Obige Überlegungen sind als Eröffnungsplädoyer gedacht, als Versuch, eine fruchtbare Debatte unter Professionellen unterschiedlicher Couleur in Gang zu bringen.

Lassen Sie uns gemeinsam Ideen und Inhalte austauschen!

 

 


Alle folgenden Arbeitskreise sind Vorschläge von MitgliedernInnen aus dem Kreis der TeilnehmerInnen der MV am 08.02.2010 in Heidelberg. Die jeweiligen LeiterInnen werde in Kürze benannt oder Sie können ihr Interesse an einer Arbeitskreisleitung, bzw. weiteren Arbeitskreisen bei mir oder dem Vorstand der GPTG e.V. anmelden. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 


AK "Geschichte der Traumapädagogik / Traumatherapie"

 


 

AK "Großschadensereignisse und Krisenintervention"

Der AK befasst sich mit der Sichtung und Entwicklung von Akut-Interventionen nach individuellen und  überpersönlichen Gewalterfahrungen.


AK "Forschungsmethodik"

 


AK "Theoriegeleitete Traumatherapie"

Hier soll für den Traumabereich aus dem vorhandenen traumabezogenen Wissen eine „ideale“ Traumatherapie abgeleitet werden.



AK "Menschen mit Lernverzögerung"

 


AK "Angehörige"

 


AK Hypnose und Trauma

 


AK "Militärpsychotherapie"

 


AK "Trauma und Berufsgenossenschaften"

 


AK "Trauma und Gewalt im virtuellen Raum"

 


AK "Gewalt an Schulen"