News

Hier werden wichtige Hinweise auf Tagungen zu themennahen Forschungsgebieten und natürlich zu Mitgliederversammlungen vorzufinden sein. Außerdem ist beabsichtigt, aktuelle Hinweise auf Großschadensereignisse im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zu veröffentlichen

 

Aktuell 08.02.2012

Pressemitteilung des BDP: Patienten muss man helfen statt sie zu verwirren. VPP widerspricht Aussagen des KBV-Vorsitzenden Köhler im ARD-Morgenmagazin

Der Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP bezieht in seiner Pressemitteilung vom 19.02.2012 Stellung zu den Aussagen des KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler im „ARD-Morgenmagazin“. In der Sendung vom 17.02.2012 wurde das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V als ein Ausweg für Patientinnen und Patienten genannt, die sich vergeblich um einen ambulanten Psychotherapieplatz bemühen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und ihr Vorsitzender, Dr. Andreas Köhler, warnen jedoch in der Sendung „ARD-Morgenmagazin“ vor Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung, da diese geringer qualifiziert seien. Dem widerspricht der VPP im BDP vehement und befürwortet das Kostenerstattungsverfahren, um psychotherapeutische Versorgungslücken zu schließen.

Die gesamte Pressemitteilung des BPD können Sie unter folgender URL nachlesen: http://www.bdp-verband.de/bdp/presse/2012/02_patienten.html

Da der VPP im BDP das Kostenerstattungsverfahren unterstützt, hat er unter folgender URL Informationen für Patientinnen und Patienten zur Beantragung eines Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V gestellt:

http://www.bdp-verband.de/aktuell/2012/120119_patienten.pdf

Auch auf unserer Homepage finden Sie unter „Hilfe und Beratung“ → „Finanzierungswege“ wichtige Hinweise zum Kostenerstattungserfahren.

 

Aktuell 14.11.2011

Bericht über den Kongress Indirekte Traumatisierung im Kontext professionellen Handelns - Anforderungen an Ausbildung, Berufspraxis und Supervision am 17. und 18.06.2011

Indirekte Traumatisierung im Kontext professionellen Handelns - Anforderungen an Ausbildung, Berufspraxis und Supervision war das Kongressthema, zu dem Dr. Tanja Rode und die Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG e.V.) am 17. und 18. Juni 2011 in die Urania Berlin eingeladen hatten.

Zum ersten Mal richtete ein Kongress die Aufmerksamkeit auf die Indirekte Traumatisierung professioneller HelferInnen und UnterstützerInnen, die durch ihre Arbeit mit traumatisierten Menschen ähnliche Symptome wie die der Traumatisierung entwickeln können.

Der Eröffnungsvortrag von Dr. Tanja Rode gab nicht nur einen inhaltlichen Überblick über die Materie, sondern beinhaltete die Klärung des Begriffes Indirekte Traumatisierung sowie anderer Begrifflichkeiten. Zudem stellte sie die Spezifika der verschiedenen eingeladenen Professionen und der verschiedenen Beiträge vor, sowie die Voraussetzungen und Risiken Indirekter Traumatisierung bis hin zu Aspekten der Selbstfürsorge.

Im Mittelpunkt dieses Kongresses standen vor allem die Vorträge bzw. Workshops zu den Themen: Auswirkungen und Erscheinungsformen der Indirekten Traumatisierung, Neurobiologische bzw. Neuropsychologische Modelle von Dissoziation und Indirekter Traumatisierung, gesellschaftliche und organisationsspezifische Aspekte der Indirekten Traumatisierung, die Rolle der Arbeitsstruktur der Helfer, die geschlechterspezifische Verarbeitung von Indirekter Traumatisierung, Schutzmöglichkeiten vor Indirekter Traumatisierung und auch die Vorstellung einer strukturierten Fallsupervisionsmethode, die dem Risiko einer Indirekten Traumatisierung vorbeugen soll.

Der Kongress endete mit einer gemeinsamen Presseerklärung, die auf den Abschlussbericht der unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Dr. Christine Bergmann Bezug nahm und deren Empfehlungen nachdrücklich unterstützten.

Der Kongress war geprägt von der Begegnung verschiedener Professionen, theoretischer wie praktischer Hintergründe und Zugänge, in ihrer Vielfalt und Buntheit. Und so gingen die VeranstalterInnen, ReferentInnen und TeilnehmerInnen nach zwei Tagen intensiven Austauschs erschöpft jedoch bereichert, inspiriert, dankbar und mit der Gewissheit auseinander: Es gibt noch viel - und doch nur zweierlei - zu tun: das Notwendige und das Unmögliche.

Dieser Kongress war und sah sich jedoch nur als Auftakt zu einer neuen gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu Traumatisierung im professionellen Kontext.

Wer die vielfältigen Erträge des Kongresses umfassend nachlesen möchte, kann im Herbst die Dokumentation sowie die Presserklärung von der Kongresshomepage unter www.indirekte-traumatisierung.de herunterladen.

Für die Kongressorganisation: Dr. Tanja Rode, Oliver Schubbe und Prof. Dr. Silke Gahleitner

 

Aktuell 25.07.2011

Stellungnahme der GPTG zur Studie des Deutschen Jugendinstituts im Auftrag der „Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Frau Bundesministerin a. D. Dr. C. Bergmann zum Umgang mit Verdachtsfällen in Institutionen

Die GPTG unterstützt nachdrücklich die Forderung Frau Dr. Bergmanns nach höherer Traumasensitivität in den Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden, hier: Schulen, Internate und Heime.

Nicht allein die pädagogischen Experten in Schulen, Internaten und Heimen sind „blind“ für die Nöte der betroffenen Kinder und die Ausdrucksformen ihres Leides, welche häufig als „Verhaltensstörungen“, „Intelligenzminderung“ und dergleichen etikettiert werden: Ein ähnliches Unverständnis für traumainduzierte Prozesse findet man im Verlauf dann auch bei Polizei und Gerichten wieder, so dass Kinder und Jugendliche, die sich trauen, sich mit ihrem Leid zu adressieren, auch hier auf eine Phalanx von Unverständnis und Täterschutz stoßen.

Aktiver Opferschutz bedeutet aber auch, dies ist als Forderung auch Teil des Abschlussberichts von Frau Dr. Bergmann vom 24.05.2011, dringlich die Versorgungssituation der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Zum einen durch Sensibilisierung der Pädagogen über spezifische traumapädagogische Angebote, zum anderen über die längst überfällige Einbeziehung traumatherapeutischen Wissens in die curricularen Psychotherapieausbildungen. Auch hier sind, ausweislich des „Abschlussberichts der UBSKM“ vom Mai dieses Jahres, weiterhin große Defizite zu verzeichnen, dies gilt aber auch für die psychotherapeutische Versorgung in der Fläche, die bisher zu geringen vorgesehenen Höchststundenzahlen, die Einbeziehung hilfreicher, traumaspezifischer Therapieverfahren, etc..

Wir hoffen, dass die Arbeit Frau Dr. Bergmanns weiter beharrlich Versorgungsmängel offen legt und die Mängel benennen hilft, damit die Betroffenen auf diese Weise auch in der Politik eine Stimme erhalten.

 

Aktuell 10.06.2011

Neue Telefonnummer 0049 (0) 30 60 98 77 48 Bürozeit: Montags von 18:00 bis 20:00 Uhr und Mittwochs von 8:00 bis 10:00

Aktuell 01.06.2011

Mitgliederversammlung am 17.06.2011, 18:30-20:00 Uhr im Einstein-Saal der Urania Berlin e. V. (An der Urania 17, 10787 Berlin)

Wegbeschreibung

Die Urania finden Sie mitten in der City-West, an der Verlängerung des Kurfürstendamm. Vom Bahnhof Zoologischer Garten ist sie mit Bus und U-Bahn in wenigen Minuten erreichbar. Der Fußweg von den U-Bahnhöfen Wittenbergplatz und Nollendorfplatz beträgt 5 Minuten.

Mit der Bahn:
Bahnhof Zoologischer Garten
Fernbahn ICE, IC, IR
Regionalbahn RE1, RE2, RE3, RE4, RE5
Mit der U-Bahn:
Wittenbergplatz U1, U2, U3, U15
Nollendorfplatz U1, U2, U3, U4, U15
Mit der S-Bahn:
Zoologischer Garten S5, S7, S9, S75
Mit dem Bus:
100, 110, M19, M29, M46, M85, 187, 343

 

Aktuell 26.05.2011

Aufnahme beim "Paritäter", Berlin

Die Fachgesellschaft ist nun Mitglied beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin.

 

Aktuell 22.02.2011

Kongress am 17./18. Juni 2011 in Berlin

"Indirekte Traumatisierung im Kontext professionellen Handelns - Anforderungen an Ausbildung, Berufspraxis und Supervision" am 17./18.06.2011 in der Urania, Berlin. Ermäßigung für Mitglieder der GPTG. Weitere Informationen unter www.indirekte-traumatisierung.de

 

Aktuell 21.02.2011

Kongress am 16.-18. Juni 2011 in Leipzig

"Täterintrojekte - Diagnostik und Behandlung eines bislang unterschätzten wichtigen Themas in der Psychotherapie". Weitere Informationen unter www.koerperpotenziale.de

 

Aktuell: 08.02.2010

Begründerin der Themenzentrierten Interaktion (TZI) verstorben

Die Psychoanalytikerin Dr. h.c. Ruth C. Cohn ist am 30. Januar in Düsseldorf im 98. Lebensjahr gestorben. Ruth Cohn, in Berlin aufgewachsen, studierte Nationalökonomie und Psychologie an der Universität Heidelberg und der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und ist als deutsche Jüdin 1933 emigriert. In den USA wurde sie mit ihrem pädagogisch-therapeutischen Konzept der TZI zur Mitbegründerin der Humanistischen Psychologie. Ihre Arbeit hat bereits früh auch Eingang in pädagogisches und therapeutisches Handeln gefunden und die Themenzentrierte Interaktion wurde an vielen pädagogischen und therapeutischen Ausbildungsstätten erfolgreich eingesetzt.

 

Aktuell: 01.03.2010

Presseerklärung zum Erdbeben in Chile in unserer Rubrik "Presse"

 

Aktuell: 13.04.2010

Die Psychologin Alice Miller starb im Alter von 87 Jahren.

Selbstgemaltes Bild von Alice Miller

Bild: A.Miller, Sammlung Schubbe

 

Umgeben von selbst gemalten Bildern, auch solchen über ihre Kindheit, starb die Kindheitsforscherin und Schriftstellerin Alice Miller im Alter von 87 Jahren. Ihre letzten Bücher hatte sie in ihr Diktiergerät gesprochen, während sie durch die Olivenhaine in der Nähe ihres Hauses bei Saint-Rémy-de-Provence wanderte.

Ihre konsequente Suche nach den Ursachen der Gewalt war Vorläufer und Wegbereiter der modernen Gewaltforschung und Traumatherapie. Zu den bekanntesten Werken der 1923 in Polen geborenen Alice Miller gehört das Buch "Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst". Eine ihrer provokantesten Thesen lautet: "In jedem Gewalttäter steckt ausnahmslos ein einst schwer gedemütigtes Kind, das nur dank der absoluten Verleugnung seiner Gefühle der totalen Ohnmacht überlebt hat."

Damit grenzte sich Miller deutlich von der Psychoanalyse ab, die sie als "System zur Unterdrückung der Wahrheit" kritisierte, da diese aus ihrer Sicht in alter Tradition das Kind beschuldigt und die Eltern schont. Zuletzt erschien von ihr "Dein gerettetes Leben", das 2008 veröffentlicht wurde und in dem sie für eine liebevolle und gewaltfreie Kindeserziehung plädierte. Mehr unter: www.alice-miller.com