Focusing stammt aus dem engl. "to focus" (scharf einstellen, konzentrieren). Focusing ermöglicht ein präziseres Wahrnehmen des eigenen Erlebens, Denkens, Fühlens und Handelns. Dabei stehen die inneren, körperlich spürbaren Stimmungen und Empfindungen, die anfangs meist undeutlich und vage sind, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wenn wir diese bewusst wahrnehmen, kann sich unser Befinden stimmiger im körperlichen Erleben, in inneren Bildern, Gedanken und Gefühlen ausdrücken.

Beim Focusing werden die körperlichen Empfindungen ernst genommen. So kann der Betroffene lernen, seinen Körper immer mehr zu verstehen, und er kann erfahren, dass sein Körper eine Art eigener Weisheit besitzt, die zu neuen, unerwarteten Lösungen führen kann.

Focusing befähigt den Menschen, mit seinen wirklichen Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten in Berührung zu kommen.

Allgemein beschrieben geht es um die gezielte Einbeziehung von Denken und Fühlen in Lösungs- und Veränderungsprozesse. So kann Focusing Entscheidungsprozesse, zwischenmenschliche Klärungsprozesse und Ideenfindungsprozesse in Gang setzen bzw. erleichtern.