Die Katathym Imaginative Psychotherapie, zunächst unter der Bezeichnung Katathymes Bilderleben (griech. kata = gemäß; griech. thymos = Seele) bekannt geworden, wurde von Hanscarl Leuner (geb. 1919) auf psychoanalytischer Grundlage entwickelt.

Katathym Imaginative Psychotherapie hilft bei Problemen wie Angstzuständen, Depressionen, psychosomatischen Erkrankungen, Lebenskrisen, Beziehungsproblemen, verschiedenen Formen der Sucht, Essstörungen, bei der Bewältigung von körperlichen Erkrankungen sowie bei Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung.

Katathym Imaginative Psychotherapie ist sowohl bei der Behandlung aktueller Probleme und Themen als auch bei der Aufarbeitung von Ereignissen aus der Lebensgeschichte hilfreich. Beides geschieht zum einen auf der Ebene der Imaginationen, welche die innere Situation verdeutlichen, zum anderen auf der psychotherapeutischen Gesprächsebene.

Unter therapeutischer Anleitung steigen zu verschiedenen Motiven (z.B. "Blume", "Wiese", "Bach", "Haus") vor dem inneren Auge des Patienten Bilder auf. Mit der Zeit entstehen Szenen, tauchen Erinnerungen und Gefühle auf. In der Vorstellung bilden sich unbewusste Konflikte, bestehende Probleme, Wünsche und Phantasien symbolhaft ab. Dabei ergeben sich neue Möglichkeiten der Wahrnehmung, des Fühlens oder Handelns. Die Entdeckungsreise in die innere Bilderwelt hilft, bisher unbekannte Zusammenhänge zu verstehen, aus gelernten Beschränkungen herauszuwachsen und innere Potentiale zu erschließen.