Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine eigenständige körperorientierte psychotherapeutische Methode. Sie beruht auf der Annahme, dass sich Wahrnehmung aus Sinnesempfindung und Erfahrung zusammensetzt. Darauf aufbauend geht die KBT den Weg der bewussten Körperwahrnehmung im Hier und Jetzt, wobei die individuelle Lebens- und Lerngeschichte mit berücksichtigt wird. Gesunde Anteile, aber auch Störungen, werden erleb- und verstehbar und somit der psychotherapeutischen Bearbeitung zugänglich.

Das Vorgehen der KBT wird bestimmt durch den Weg vom Wahrnehmen zum Vergleichen, Ausprobieren, Wählen, Entscheiden, Verändern und schließlich Handeln. Die therapeutische Arbeit besteht aus Bewegungsangeboten und Gesprächsteilen. Die Handlungsteile dienen der Wahrnehmung und Erprobung, die Gesprächsanteile der Reflexion des Erlebten. So können - im Schutz des therapeutischen Rahmens - Vergangenes wiederbelebt, die Verarbeitung neuer Wege erprobt und festgefahrene Verhaltensmuster korrigiert werden. Der Patient soll sich möglichst frei bewegen. Der Therapeut gibt lediglich bestimmte Elemente vor, beispielsweise Übungen mit einem Seil oder einem Ball. D.h. die KBT motiviert den Patienten zur Auseinandersetzung mit sich selbst und mit anderen.

Die Behandlung kann in Einzelstunden oder als Gruppentherapie erfolgen.