Die Kreativtherapie umfasst Musikerziehung/ Musiktherapie, Bewegungserziehung/ Bewegungstherapie sowie Kunsterziehung/ Kunsttherapie.

In der Kreativtherapie werden gezielt künstlerische wie auch psychologische Inhalte gelehrt. Die Kreativtherapie nutzt die schöpferischen Fähigkeiten des Betroffenen zur Behandlung seiner Krankheit.

In unserer stressreichen und automatisierten Welt kann der Einsatz der Kreativtherapie einen wichtigen Anteil zur Gesunderhaltung und zum Wohlbefinden beitragen. Die kreativtherapeutische Arbeit ermöglicht vielen Menschen, Stress abzubauen und einen Ausgleich zum anstrengenden Alltag zu finden.

In der Arbeit mit kreativen Medien (Farben, Ton, Holz, Spiel, Musik, Tanz, Bewegung, Gestalten, Sprache etc.) können gerade bei Kindern und Jugendlichen neben verbalen auch nonverbale, unbewusste Botschaften, Erinnerungen und Erfahrungen erschlossen werden. Über das Hantieren mit den Materialien, die Bewegung oder die Musik werden eigene kreative, konstruktive, soziale, aber auch aggressive und gehemmte Haltungen und Fähigkeiten erlebbar. Durch die Entfaltung der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, durch das Bewusstwerden der eigenen kreativen Fähigkeiten, durch das Wachstum des Vertrauens in sich selbst und in andere, durch die Aufarbeitung schädigender Erfahrungen aus der Vergangenheit (z.B. Konflikte, Traumata, Störungen) und durch soziales Lernen werden Ich-Stärke, Identität und Lebensfreude entwickelt und gestärkt.