Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik, um therapeutische Ziele zu erreichen. Dies geschieht entweder auf direktem Wege, indem Therapeut und Patient selbst (zusammen) auf Instrumenten spielen, oder es werden Klänge und Rhythmen zum therapeutischen Zuhören eingesetzt. Dabei stehen diverse unterschiedliche Instrumente aus den verschiedensten Kulturen zur Verfügung. Auch die Stimme kann miteinbezogen werden.

Musiktherapie eignet sich ganz besonders für jene Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die seelisch bedingte Schwierigkeiten oder Störungen im Erlebens-, Verhaltens- oder körperlichen Bereich haben. Je nach Ausbildung des Musiktherapeuten, Bedürfnis des Patienten bzw. Notwendigkeit in der Behandlung werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Sie lassen sich grundsätzlich in Einzel- und Gruppenmusiktherapie sowie in aktive (= Musik machen) und rezeptive (= Musik hören) Verfahren einteilen.

Musiktherapie ist für jeden geeignet; es sind keinerlei musikalische Kenntnisse erforderlich.

Die Musiktherapie hat sich u.a. bewährt bei chronischen Kopfschmerzen/ Migräne, chronischen Rückenschmerzen, chronischen Ohrgeräuschen (Tinnitus), Essstörungen, Depressionen, Angstzuständen, Lebens- und Sinnkrisen oder Konflikten in Partnerschaft und Familie. Durch den direkten Zugang der Musik zum Unterbewusstsein und zu den Gefühlen eignet sich die musiktherapeutische Behandlung besonders auch für traumatische und belastende Erfahrungen aus den ersten Lebensjahren, in denen Sprache noch nicht bzw. nicht ausreichend als Kommunikations- und Ausdrucksmittel ausgebildet war.